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Mitteilung für die Diözese Haarlem
(Niederlande)
Deutsche Übersetzung des holländischen Originals
Seit geraumer Zeit und in zunehmendem Maß erreichen uns - den Bischof
und den Weihbischof von Haarlem - viele Bitten aus dem In- und Ausland,
um über den Status der Erscheinungen Marias als ‘Die Frau aller
Völker in Amsterdam’ während der Jahre 1945-1959 endlich
Klarheit zu schaffen.
Nach reiflicher Überlegung und nachdem wir die offiziellen Instanzen
zu Rate gezogen haben, glauben wir, mit Rücksicht auf die gewünschte
pastorale Deutlichkeit, folgenden Standpunkt vertreten zu müssen:
Es muß zwischen den Erscheinungen / Botschaften einerseits und
dem marianischen Titel ‘Frau aller Völker’ andererseits
unterschieden werden.
Über den übernatürlichen Charakter der Erscheinungen und
den Inhalt der Botschaften kann die Kirche in diesem Moment keine Aussage
machen. Es steht jedem frei, sich darüber nach seinem persönlichen
Gewissen ein Urteil zu bilden.
Das Gebet “Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, ...” mit
dem darin enthaltenen Titel ‘Frau aller Völker’ hat schon
seit 1951 die kirchliche Genehmigung des damaligen Bischofs von Haarlem,
Msgr. Huibers. Auch gegen die öffentliche Verehrung von Maria unter
diesem Titel bestehen unsererseits keine Bedenken.
In dieser Zeit, in der viele Rassen, Völker und Kulturen immer mehr
aufeinander angewiesen sind - nicht zuletzt in Amsterdam - glauben wir,
daß gerade dieser Titel ein helleres Licht auf die universale Mutterschaft
Mariens und auf ihre einzigartige frauliche Rolle im Heilsplan Gottes
wirft.
Haarlem, 31. Mai 1996, am Fest Maria Heimsuchung
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