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Eminenz, hochverehrter Herr Kardinal, geschätzte
Bischöfe,
liebe Freunde der Mutter aller Völker!
Neue Hoffnung schöpfen
Angesichts der
Medienberichte (1), die uns täglich aus aller Welt erreichen,
blicken immer mehr Menschen mit wachsender Sorge in die Zukunft.
Doch an ihrem heutigen Gebetstag will die Mutter aller Völker unbedingt
jede Zukunftsangst (2) von uns nehmen und uns die Gnade schenken, trotz
der Bedrohung neue Hoffnung zu schöpfen. Denn wo immer die Gottesmutter
erschienen ist, war sie stets zum rechten Zeitpunkt gekommen. Sie wollte
uns nicht nur vor drohenden Gefahren warnen, sondern uns vor allem auch
die Mittel offenbaren, wie das bevorstehende Unheil verhindert werden
kann.
Einfach tun, was sie uns sagt
Das tiefste Anliegen meines Vortrages ist es,
Euch daran zu erinnern, wie aktuell und unvergleichlich bedeutsam die
kirchlich anerkannte Botschaft der Frau aller Völker für den
Weltfrieden ist. Wir alle müssen unbedingt tiefer verstehen, wie
entscheidend es ist, jetzt und heute genau das zu tun, was die Mutter
aller Völker wünscht und wie viel für den ersehnten Frieden
davon abhängt, ob wir ihren Worten kindlich gehorchen oder nicht!
Wir alle sind verantwortlich!
Lasst uns da von Fatima (3) lernen, um nicht wieder dieselben Fehler zu
machen. Zu welch ungeahnt tragischen Folgen war es gekommen, weil man
die Fatimabotschaft so lange ignorierte, Mariens Warnungen nicht ernst
nahm und deshalb ihren Wünschen und Bitten nicht entsprach.
Zum rechten Zeitpunkt hatte sie uns vor dem Drama eines Zweiten Weltkrieges
gewarnt - ebenso vor Russland (4) und der weltweiten Ausbreitung seiner
militant-atheistischen Ideologie. Als Mutter hatte sie aber gleichzeitig
auch die konkreten Mittel geoffenbart, (5) durch die alles hätte
verhindert werden können. Diese Mittel waren so einfach: das Rosenkranzgebet,
die Sühnekommunion am ersten Samstag im Monat und die Weihe an ihr
Makelloses Mutterherz. (6) Weil Bischöfe und Priester, christliche
Politiker und Gläubige, also jene, welche die Botschaft verstehen
hätten können, nicht hören
wollten, brach über Europa und
die Welt die Katastrophe herein. (7) Ihr erlaubt mir an dieser Stelle
sicher die Frage: Wenn damals, in einer Zeit, da die Christenheit noch
marianisch war, der Ruf von Fatima nicht ernst genommen wurde, wie wird
unsere Antwort heute auf die Bitten der Frau aller Völker aussehen,
in einer Zeit, die bei weitem nicht mehr so marianisch ist wie damals?
Verhinderung einer Weltkatastrophe
Lernen wir von Fatima, dann werden wir im Zusammenhang
mit den Amsterdamer Botschaften nicht die gleichen Fehler machen! Denn
hier, in Amsterdam, erschien die Gottesmutter - wiederum zur rechten Zeit
- um die Völker nicht nur vor einem Krieg und vor einer atheistischen
Ideologie zu warnen, sondern, wie sie sagt, vor einer großen Weltkatastrophe.
Und wiederum gab sie - weil sie ja Mutter ist - die entsprechenden Mittel,
um das Unheil zu verhindern.
Wie machte sie das? Sie offenbarte sich unter einem neuen
Titel: „Die Frau, die Mutter
aller Völker“, schenkte uns ein neues
Bild (8) und ein neues Gebet,
von dem sie sagt: „Unter diesem
Titel und durch dieses Gebet werde ich die Welt vor einer großen
Weltkatastrophe erlösen dürfen.“ (10.5.1953) Sie
bat uns, ihr Bild und ihr Gebet unter allen Völkern zu verbreiten
und gab dieser weltweiten Verbreitung sogar einen Namen: „Weltaktion
von Erlösung und Friede“. Diese Weltaktion ist - so
sagt sie - die Bedingung und direkte Vorbereitung auf ein neues
marianisches Dogma: d. h. auf die feierliche Verkündigung
der Glaubenswahrheit, dass Maria für alle Völker Miterlöserin,
Mittlerin und Fürsprecherin ist.
Dieses letzte und größte marianische Dogma wird uns ein neues
Pfingsten schenken und alle Völker hineinführen in eine
neue Zeit des Friedens. (9)
... nie zu spät für ein Gebetswunder
Damit weltweit das getan wird, was die Frau aller
Völker wünscht, sind wir - ehrlich gesagt - ziemlich spät
dran. Aber wenn wir jetzt, am Beginn des 3. Jahrtausends endlich tun,
was die Mutter hier in Amsterdam sagt, dann ist es dennoch nicht zu spät,
und wir werden das Wunder erleben, das sie versprochen hat. Schon 1951
sagte sie: „Geht mit großem
Feuereifer an dieses Erlösungs- und Friedenswerk, und ihr werdet
das Wunder sehen!“ (1.4.1951)
Um zu beweisen, dass kindlicher Gehorsam von Gott in ungeahnter Weise
belohnt wird, möchte ich als Beispiel das Wunder der Befreiung Österreichs
von der russischen Besatzung erwähnen, das durch den Rosenkranz-Sühnekreuzzug
erbetet wurde.
Der Zweite Weltkrieg hatte Europa in Schutt und
Asche gelegt, und Russland hielt Teile Österreichs mit der Hauptstadt
Wien (10) durch 50 000 Soldaten der Roten Armee besetzt. Genau davor aber
hatte uns die Rosenkranzkönigin von Fatima gewarnt. Es war also menschlich
gesprochen schon alles zu spät. Doch es gab Männer und Frauen,
einfache Gläubige, aber auch einflußreiche Politiker, die dennoch
auf die Macht des Gebetes vertrauten.
Sieg durch den Rosenkranz- Sühnekreuzzug
Als der Franziskanerpater, P. Petrus Pavlicek,
(11) im Jahr 1946 vor dem Mariazeller Gnadenaltar um Hilfe für das
zerbombte Österreich betete, vernahm er in seinem Herzen die Antwort
Mariens: „Tut was ich euch sage,
und ihr werdet Frieden haben!“ So entstand der Rosenkranz-Sühnekreuzzug.
Zehn Jahre lang zog P. Petrus mit der Statue Unserer Lieben Frau von Fatima
kreuz und quer durch Österreich, (12) und zehntausende gutgewillter
Christen schlossen sich seiner Gebetsbewegung an. Und Gott schenkte die
ersehnte Freiheit.
20 Jahre nach der Befreiung Österreichs hielt der Gründer des
Rosenkranz-Sühnekreuzzuges, P. Petrus Pavlicek, dessen Seligsprechungsprozeß
bereits eingeleitet ist, bei einer Dankeswallfahrt in Mariazell (13) eine
Predigt. Dabei sagte er wörtlich:
„Viele, viele Österreicher meinen heutzutage, dass diese Freiheit
eine Selbstverständlichkeit wäre, einfach dass dies so leicht
gegangen ist. Und da muss ich ein Wort der Wahrheit sprechen. Es war 10jähriges
hartes Ringen, um diese Freiheit zu erlangen.
268 Sitzungen sind notwendig gewesen. Und als nach der 268sten Sitzung
in Berlin der Bundeskanzler Figl nach Wien zurückkehrte, hat er mir
gesagt: „P. Petrus, noch nie bin ich so traurig aus einer Sitzung
zurückgekommen. Der Herr Molotow hat mir ins Gesicht gesagt: ‘Herr
Figl, machen Sie sich keine Hoffnungen: Was wir Russen einmal haben, geben
wir nicht mehr wieder her.’“ (14) „P. Petrus“,
sagte Figl „jetzt bleibt nur noch eine Hoffnung: Gott! Wir müssen
mehr beten, mehr beten um die Freiheit zu Gott und zu Maria!“
Und daraufhin habe ich alles mögliche getan, um das Beten im österreichischen
Volk zu forcieren. Unzählig viele Tag- und Nachtanbetungen in der
Wiener Franziskaner Kirche folgten dieser Aufforderung des Herrn Bundeskanzlers.
Und siehe da, ein halbes Jahr später, hat dieser selbe Herr Molotow
am 15. Mai 1955 den Staatsvertrag im Belvedere (15) mitunterschreiben
müssen. Unglaublich! Auf einmal ist es möglich geworden, dass
Russland ein besetztes Gebiet wieder freigegeben hat. Haben das nur die
Politiker zustande gebracht? Oder war das nicht Gnade, erbetete Gnade?
Ich werde auch nicht vergessen, wie wir im Jahr 1950 die erste Bittprozession
um die Freiheit in Wien organisierten. Viel Spott und Hohn, viel Zweifel
war damals. Da meinte man, da werden 500 alte Frauchen mitgehen. Da können
wir doch sicher nicht mitgehen. Da sagte mir Bundeskanzler Figl: „Petrus,
wenn du und ich allein um den Ring gehen und bitten, mein Vaterland ist
es mir wert, dass wir beten. Sonst werden wir nicht frei!“ Und damals
waren bei der ersten Bittprozession - wie auf einen Hieb aus der Erde
hervorgekommen - 15 000 zum ersten Mal. (16) Und bei jeder Bittprozession
steigerte sich das bis auf 80 000.
Sehen Sie, meine lieben Brüder und Schwestern: Beten ist eine Macht!
(17) Nur muss man glauben an die Macht, muss man glauben, dass Gott das
Beten ernst nimmt! Und deshalb müssen auch wir das Beten ernst nehmen!“
Papst Johannes Paul II. und die Weihe an das
Makellose Mutterherz
Ein noch viel beeindruckenderes Beispiel für
die segensreiche Auswirkung des Gehorsams gegenüber den Wünschen
der Gottesmutter, ist der Zusammenbruch der gesamten russischen Sowjetunion
durch die Weltweihe an das Makellose Mutterherz. Jahrzehntelang hatte
man damit gewartet und manchmal wurde die Weihe auch von den Besten der
Besten in der Kirche nicht verstanden und sogar blockiert. Selbst die
so zurückhaltende Sr. Lucia, die wir hier zusammen mit Papst Paul
VI. (18) in Fatima und dem noch jungen Bischof Hnilica sehen, sagte diesbezüglich:
„Der Herr beklagte sich nicht nur über die großen Sünden,
sondern auch über unsere Lustlosigkeit und Nachlässigkeit im
Hinblick auf Seine Wünsche.“
Auch unser zutiefst marianischer Papst (19) wurde erst durch das schmerzliche
Attentat vom 13. Mai 1981 (20) auf die Wichtigkeit der immer noch aktuellen
Fatimabotschaft aufmerksam. Denn die Universalkirche hatte die Wünsche
der Gottesmutter ja noch nicht erfüllt.
Durch den dramatischen Inhalt des 3. Fatimageheimnisses, (21) das der
Papst sich in die Gemelli-Klinik hatte bringen lassen, erkannte er noch
klarer, wie wichtig es ist, die Wünsche Gottes endlich zu erfüllen,
um drohende Gefahren von Kirche und Welt abzuwenden.
Am 25. März 1984, drei Jahre nach dem Attentat, betete er auf dem
Petersplatz die Weltweihe. Dazu ließ er eigens die Original-Fatimastatue
nach Rom bringen, (22) um damit für alle Welt sichtbar zu machen,
dass er Mariens Auftrag entsprechen wollte.
Die Auswirkung dieses Aktes der Ganzhingabe an Maria war immens und übertraf
alle, aber auch alle Erwartungen! Denn wenige Jahre nach der Weltweihe
und gleich nach dem Marianischen Jahr von 1988 geschah das Unvorstellbare:
der Fall der Berliner Mauer (23) und des Eisernen Vorhangs, (24) das Auseinanderbrechen
des Ostblocks und sogar der Sowjetunion. Dieser große Umbruch wurde
in den Amsterdamer Botschaften bereits 1951 vorausgesagt, 38 Jahre bevor
er eintraf. (vgl. 31.12.1951)
Kein einziger Politiker hatte damit gerechnet! Selbst Papst Johannes Paul
II. (25) sagte, dass die Ereignisse „für immer überraschend
bleiben, was ihre Schnelligkeit ... betrifft, mit der sie geschehen sind.“
(Tertio Millennio Adveniente)
Liebe Freunde, an all das erinnere ich Euch nur deshalb, um Euch zu zeigen,
wie wichtig es ist, auch den kirchlich anerkannten Botschaften von Amsterdam
Glauben zu schenken und um Euch einzuladen, schlicht und einfach das zu
tun, was die Mutter aller Völker wünscht: das Verbreiten ihres
Gebetes und ihres Bildes. Aber ich frage Euch: Glauben wir wirklich, dass
die Verbreitung ihres Gebetsbildchens eine „Weltaktion von Erlösung
und Friede“ sein kann, die eine Weltkatastrophe verhindern hilft?
Scheint das nicht viel zu einfach, um ein wirkungsvoller Beitrag für
den globalen Frieden sein zu können?
Eine Revolution mit dem Rosenkranz
Um im Glauben an die unfehlbare Macht des Gebetes
gestärkt zu werden, möchte ich Eure Aufmerksamkeit auf die dramatischen
Tage der ersten philippinischen Rosenkranzrevolution lenken. Sie soll
uns zeigen, wie sicher und friedvoll Maria ihre Kinder zum Sieg führt,
wenn sie sich unter ihren Schutz und ihre Führung stellen und tun,
was sie wünscht.
Viel wurde in der Presse über die Entmachtung des Diktators Marcos
geschrieben, aber wenig über die wahren Hintergründe. Bereits
1985 hatten die philippinischen Bischöfe eigens ein Marianisches
Jahr von Rom erbeten. Es wurde zu einem Jahr der Bekehrung und der Sühne,
das die Herzen vieler auf das Ereignis der Rosenkranzrevolution vorbereitete.
1986 rief Kardinal Sin die Gläubigen zu einem friedlichen Protest
gegen das korrupte Regime auf. Innerhalb weniger Stunden fanden sich 3-4
Millionen Filipinos in den Straßen von Manila ein und beteten miteinander
den Rosenkranz. (26) Tag und Nacht feierten Priester auf den Plätzen
Manilas die hl. Messe. Sogar Kinder forderten schwerbewaffnete Soldaten
zum Gebet auf (27) und verteilten Blumensträuße an Panzerfahrer,
die gekommen waren, die Menschenmassen zu zerstreuen. Viele Soldaten stiegen
von den Panzern herunter und wurden selbst zu Betern.
Maria erwies sich auf wunderbare Weise als Mutter ihres Volkes. Darüber
berichtete sogar der Kommandant einer Hubschrauberstaffel, die aufgestiegen
war, um unter die gewaltige Menschenmenge Granaten zu werfen: „In
dem Moment, als ich im Begriff war, den Befehl Marcos’ auszuführen,
entdeckte ich zu meinem Entsetzen meine Frau und meine Kinder unter den
betenden Menschen. Erschüttert befahl ich, sofort zu unserem Stützpunkt
zurückzufliegen. Gleich fuhr ich heim und fand zu meiner größten
Überraschung Frau und Kinder in der Wohnung an. Vorwurfsvoll fragte
ich meine Frau, warum sie bei dieser Gefahr denn in die Stadt gegangen
sei. Doch sie versicherte mir: ‘Ich war den ganzen Tag zu Hause.’“
Es war das Fest von Unserer Lieben Frau vom Sieg, der 25. Februar 1986,
als Marcos kapitulierte und ins Exil ging.
Die zweite Rosenkranzrevolution
Liebe Freunde, was wir jetzt gerade ergriffen
miterlebt haben, das wiederholte sich unglaublicherweise 15 Jahre später
noch einmal, im Januar 2001, also vor nur drei Jahren!
Nach der Amtsperiode von Staatspräsidentin Corazon Aquino, die wir
eben im Film gesehen haben, war es Josef Estrada, einem ehemaligen Schauspieler
und Playboy gelungen, 1998 die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen.
Da er während seiner Amtszeit die Staatskasse geplündert hatte,
war das einfache Volk noch mehr verarmt. Ihn durch vorzeitige Neuwahlen
abzusetzen, war nicht möglich, da er den Senat bestochen hatte. Die
Lage war aussichtslos. Wiederum war es das tagelange Gebet von Millionen,
(28) das dazu beitrug, dass das Unglaubliche geschah und der Oberbefehlshaber
der Armee (29) und führende Generäle schließlich ihre
Meinung änderten, sich vom Präsidenten lossagten und sich auf
die Seite des Volkes stellten. Noch am selben Tag wurde die Oppositionspolitikerin
und überzeugte Katholikin Gloria Macapagal-Arroyo (30) als neue Präsidentin
vereidigt. Wenige Tage später schrieb Kardinal Sin (31) in seinem
Hirtenbrief: „Mächtiger als Waffen ist das vertrauensvolle
Gebet. Wirkungsvoller als strategische Planung sind Fasten und Opfer.
Mächtiger als militärische Gewalt ist die stille Macht des Volkes,
(32) das Gebetswache hält.“
Demütiges Beten und Vertrauen voll Hingabe
Liebe Freunde, dieses historische Faktum der
zwei friedlichen Revolutionen in Südostasien soll uns doch in der
Überzeugung stärken, dass es auch heute - in jedem Land und
zu jeder Zeit - möglich wäre, durch
einen Gebetssturm eine Wende herbeizuführen, nicht nur politisch
sondern auch spirituell.
Jetzt verstehen wir die von der Gottesmutter geschenkte „Weltaktion
von Erlösung und Friede“ sicherlich besser. Natürlich,
die Rosenkranzschnur allein nützt nichts! Aber das vertrauensvolle
Rosenkranzbeten hat - wie eben gesehen - große Macht. Das gilt auch
für die Weltaktion: Das Gebetsbild
in der Hand ist zu wenig. Aber das demütige Beten mit Vertrauen und
Hingabe um das Kommen des Hl. Geistes in die Herzen aller, (33) hat Macht.
Das schaute Mutter Ida. Sie sah, wie die Gottesmutter auf ihr eigenes
Herz wies und dann auf die Herzen der Völker, indem sie sagte: „So
wie der Schnee sich auflöst in der Erde, so wird die Frucht, der
Geist, in die Herzen aller Menschen kommen, (34) die
dieses Gebet jeden Tag beten werden.“ (1.4.1951) „Ihr
wißt nicht, wie mächtig und bedeutsam dieses Gebet bei Gott
ist.“ (31.5.1955)
Die Welt hat keine Lösung
Alles was wir bisher gehört haben, soll
uns im Blick auf unsere Mutter helfen, angesichts der gegenwärtigen
Weltlage nicht mutlos zu werden.
Eine Weltlage, die mittlerweile so verworren, kompliziert und bedrohlich
ist, dass es menschlich gesehen keinen Ausweg gibt. Erlaubt mir bitte,
Euch dazu kurz eine schockierende Gegenüberstellung zu zeigen: rechts
amerikanische Soldaten, die spöttisch Iraker provozieren und links
zu jedem Selbstmordattentat bereite, schiitische Kämpfer in Kerbala
während des Aschura-Festes. (35)
Hier, am Boden liegend, sehen wir irakische Zivilisten, die von amerikanischen
Soldaten gefoltert worden waren. (36) Als Antwort darauf enthaupteten
irakische Freiheitskämpfer einen amerikanischen Geschäftsmann.
(37) Entsetzen ging um die Welt! Sind wir nicht bereits Gefangene eines
ausweglosen Teufelskreises von Gewalt geworden?
Über diese scheinbar aussichtslose Situation von heute sagte die
Frau aller Völker bereits vor 50 Jahren :
„Die Welt weiß nicht mehr ein noch aus. Nun denn, Völker,
vertraut auf eure Mutter, die doch ihre Kinder niemals verlassen hat.“
(31.5.1955) „Die Welt wird nicht
mit Gewalt gerettet, die Welt wird durch den Geist gerettet werden.“
(29.4.1951) Tatsächlich genügt bereits der Blick auf
Israel und die Palästinenser-Frage, (38) auf den Irak oder den islamitischen
Fundamentalismus, um diese Worte Mariens bestätigen zu können.
Denn der Terrorkrieg, der mit dem schrecklichen Anschlag in Madrid jetzt
auch Europa erreicht hat, (39, 40) versetzt durch seine Unberechenbarkeit
und Grausamkeit die Völker weltweit in Spannung, Angst und Hilflosigkeit.
Die unaufhaltsame Eskalation des internationalen Terrorismus und seine
Bekämpfung scheint zum Weltkrieg des 21. Jahrhunderts zu werden.
Die jüngste Meinungsumfrage in Deutschland vor einem Monat ergab,
dass drei Viertel der 82 Millionen Bürger der Bundesrepublik Angst
vor Terroranschlägen haben. Was niemanden wundert. Zeigten doch schon
vor zwei Jahren fundamentalistische Moslems bei einer Demonstration in
Berlin, (41) dass sie auch in Deutschland im Ernstfall nicht zögern
würden, sogar ihre Kinder als Selbstmordattentäter einzusetzen.
Ein ehemaliger Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten ging schon
vor einem Jahr so weit, zu behaupten, zuverlässige Informationen
hätten ihn zur Überzeugung gebracht, der nächste Terrorangriff
auf Amerika werde, nicht wie in New York (42) mit vollgetankten Jumbo
Jets, sondern mit Atomwaffen geschehen.
Diese seine Überzeugung ist nicht so abwegig, wenn man weiß,
was im Januar dieses Jahres der ägyptische Diplomat Mohammed el-Baradei
(43) sagte. Er ist Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde
und Chefwaffeninspektor der UNO. In einem Interview zeigte er sich über
den nuklearen Schwarzmarkt ernstlich besorgt: „35 bis 40 Staaten
könnten derzeit in der Lage sein, Atomwaffen zu bauen.“ Und
weiter: „Ich habe Angst, dass Atomwaffen in die Hände von skrupellosen
Diktatoren oder Terroristen fallen. (44) ... Noch nie war die Gefahr so
groß wie heute. ... Ein Atomkrieg rückt näher.“
Soweit die Worte des weltbesten Experten auf diesem Gebiet.
Völker seid gewarnt
Liebe Brüder und Schwestern, kommen uns
da nicht das 3. Fatimageheimnis oder die Worte der Frau aller Völker
von Akita in den Sinn, (45) wo sie unter Tränen vom Feuer spricht,
das vom Himmel fällt wenn wir uns nicht bekehren und tun, was sie
uns sagt? Wir haben die Wahl, auf sie zu hören oder nicht. Sie weiß
um die Pläne Satans und vermag sie zu verhindern. Was wissen wir
schon? Nichts! Und was vermögen wir schon ohne sie?
Darf ich Euch fragen? War das wirklich nur Verdienst der jordanischen
Sicherheitskräfte, dass vor sechs Wochen in der Hauptstadt Amman
ein geplanter Terroranschlag mit 20 Tonnen chemischer Stoffe (46) in letzter
Sekunde aufgedeckt werden konnte?
Die dadurch entstandene Giftwolke über der Stadt hätte mehr
Opfer gefordert, als alle el Kaida-Attentate je zuvor, einschließlich
des Angriffs auf die Zwillingstürme in New York. Als ich davon hörte,
musste ich unwillkürlich an die Botschaft der Frau aller Völker
aus dem Jahr 1947 denken, während der die Seherin Ida Peerdeman (47)
an ihrem eigenen Leib die Folgen eines noch viel schlimmeren, nämlich
eines bakteriologischen Angriffes schmerzlich erleben musste.
Darüber möchte ich Euch nicht ausführlicher erzählen,
denn jeder von Euch kann diese mütterliche Warnung selber nachlesen.
Diese Botschaft endet mit den flehentlichen Worten: „Völker,
seid gewarnt!“ (26.12.1947)
Solche ernste Voraussagen von Anschlägen mit Massenvernichtungswaffen
wurden also nicht gegeben, um uns Angst zu machen, sondern einzig deshalb,
um durch Bekehrung und Gebet verhindert zu werden.
Wie leicht bakteriologische Anschläge durchführbar sind, beschreibt
hier der amerikanische Außenminister Powell (48) vor dem US Senat.
Es bedarf nur einer geringen Menge von Bakterien, um verheerende Folgen
zu verursachen. Schwer kontrollierbar, kann diese Art von Waffe mit Leichtigkeit
überallhin geschmuggelt werden.
Zurück zum wahren Quell des Friedens
Wer kann eine Lösung anbieten? Kirchliche
Diplomaten? Politiker oder vielleicht der UNO Sicherheitsrat? (49) Wirtschaftsbosse
oder Finanzexperten? Offiziere, Philosophen oder Psychologen? So wichtig
sie sind, letztlich vermögen sie doch nur provisorische Lösungen
zu geben.
Eine dauerhafte Lösung ist nur in Gott zu finden. Gott aber schenkt
Seine Lösung für unsere Zeit durch Maria, denn als Mutter führt
sie alle Völker zurück zu Ihm, dem wahren Quell des Friedens.
Sagt sie doch selbst: „Jetzt spreche
ich zu den Völkern der ganzen Welt: ... kniet nieder vor eurem Herrn
und Schöpfer, und seid dankbar! (50) Die
Wissenschaft dieser Welt hat die Menschen gelehrt, die Dankbarkeit zu
vergessen. Sie kennen ihren Schöpfer nicht mehr. Völker, seid
doch gewarnt! Kniet demütig nieder vor eurem Schöpfer! ... Bittet
um seine Barmherzigkeit, und er ist barmherzig!“ (31.5.1954)
„Hört gut auf meine Worte!
Ich komme, um die Völker zu warnen ... Völker, lasst euch nichts
vorreden von falschen Propheten! ... Noch ist Satan (51) nicht
vertrieben. Die Frau aller Völker darf jetzt kommen, um Satan zu
vertreiben. Sie kommt, den Heiligen Geist zu verkünden. ... Ihr aber
sollt mein Gebet, (52) das ich
der Welt gegeben habe, beten! Ihr sollt jeden Tag und jeden Augenblick
an das Gebet denken, das die Frau aller Völker dieser Welt in dieser
Zeit gegeben hat! Wie mächtig Satan regiert, weiß Gott allein.
Er sendet jetzt zu euch, zu allen Völkern, seine Mutter, die Frau
aller Völker. Sie wird, wie es vorhergesagt ist, Satan überwinden.
Sie wird ihre Füße auf Satans Kopf setzen.“ (31.5.1955)
Derart siegreiche Worte aus dem Munde unserer Mutter geben uns doch neue
Zuversicht, und lassen uns mit Vertrauen in die Zukunft blicken.
Damit aber alle Menschen durch ihre
mütterlichen Worte getröstet sind, ist es unser aller missionarischer
Auftrag, das Gnadenbild und das Gebet der Frau auch jenen zu bringen,
die sie noch nicht kennen. Denn dadurch, dass sie das Gebetsbild annehmen,
werden sie Maria als ihre Mutter entdecken.
Diese ihre Mutterschaft ist ja auf dem Amsterdamer Gnadenbild so deutlich
sichtbar:
Maria vor dem Kreuz ist unsere Mutter,
weil sie als Miterlöserin für
uns gelitten hat.
Sie ist unsere Mutter, weil sie uns
als Mittlerin alle Gnade vermittelt.
Und sie ist unsere Mutter, weil sie
als Fürbitterin vor Gott für
uns einsteht und uns gegen Satan verteidigt. Deutlicher kann man ihre
Mutterschaft für alle Menschen bildlich wohl nicht beschreiben!
Darf ich für jene, die zum ersten Mal vor ihrem Gnadenbild stehen,
auf eine Besonderheit hinweisen? Die Schlange des Bösen ist auf dem
Globus (53) nicht mehr sichtbar! Denn der Sieg über Satan geschah
auf Kalvaria - durch den Erlöser, vereint mit der Miterlöserin,
als ein Herz.
Sie ist MUTTER für jeden einzelnen
Zögern wir also nicht, allen ihr Bild zu
schenken! „Alle haben ein Recht
darauf!“ (29.4.1951), sagte die Frau. Allein das Wissen,
dass sie die Mutter eines jeden einzelnen Menschen ist, muss uns doch
geradezu ermutigen, ihrem Wunsch zu entsprechen!
Ja, sie ist Mutter für unseren geliebten Hl. Vater, (54) der ihres
mütterlichen Schutzes mehr denn je bedarf.
Aber ebenso ist sie auch die Mutter dieses Jugendlichen, (55) der aus
Protest gegen den bevorstehenden Besuch des Hl. Vaters eine Papstpuppe
in Brand setzt.
Sie ist die Mutter von Kardinal Christoph Schönborn, (56) dem Erzbischof
von Wien, und doch auch Mutter für diesen ungläubigen Karikaturisten,
der sich mit seinen gotteslästerlichen Zeichnungen über das
Leben Jesu und den Glauben lustig macht.
Sie ist die Mutter nicht nur für Seminaristen, Priester und Ordensschwestern,
die hier auf dem Petersplatz (57) einer feierlichen Liturgie beiwohnen,
sondern auch die Mutter dieser buddhistischen Mönchsschüler
im Tibet, (58) die von Maria noch nie gehört haben. Auch für
diese asiatischen Buben wünscht sie, dass sie Christus finden und
heilig werden.
Sie ist die Mutter dieses Israeli, (59) der nach einem Anschlag Gedanken
der Vergeltung in seinem Herzen durch Gebet bekämpft.
Doch ist sie auch Mutter dieser Palästinenserkinder (60) im Gaza-Streifen,
die in ihrer Heimat noch nie eine Zeit des Friedens erlebt haben. „Eure
Mutter kennt das Leben; eure Mutter kennt den Kummer; eure Mutter kennt
das Kreuz. Alles, was ihr in diesem Leben durchmacht, ist ein Weg, wie
ihn eure Mutter ... euch vorausgegangen ist.“ (31.5.1955)
Maria empfindet als Mutter für beide Seiten: für US Soldaten
die einen militärischen Befehl ausführen und in gleicher Weise
für gefangene Iraker, (61) die sich in ihrer Angst zu Boden werfen.
Sie ist Mutter für Sieger und Besiegte. (62) Für beide Seiten
wollte sie Verfall, Unheil und Krieg verhindern.
Ist sie nicht auch Mutter für Kinogrößen, (63) Mannequins
(64) und Popstars? Haben nicht auch sie ein Recht darauf, durch das Amsterdamer
Gnadenbild Maria als ihre ganz persönliche Mutter kennenzulernen?
Auch ihre Bekehrung will Maria um jeden Preis, einen Preis, den sie zusammen
mit Jesus, ihrem göttlichen Sohn, auf Kalvaria (65) bezahlt hat.
Wir bedenken das viel zu wenig! Jede Seele ist mit dem Blute Christi und
dem Leiden der Miterlöserin teuer erkauft und deshalb unendlich wertvoll.
Jede Seele verdient deshalb Ehrfurcht und wahre Liebe.
Ist sie nicht auch Mutter voll Mitgefühl für Prostituierte und
Drogenabhängige? (66) Sie liebt jeden Menschen so persönlich
und verständnisvoll, als wäre er ihre einzige Sorge. So wie
Jesus nicht die Sünde liebt, jedoch den Sünder, (67) so liebt
auch Seine Mutter nicht die Sünde, aber mit aller mütterlichen
Liebe den Sünder.
Die Mutter blickt voll Mitleid selbst auf Satanisten, (68) die mit suggestiver
Musik der Jugend Glück versprechen, in Wirklichkeit aber der Seele
den Tod bringen.
Um so mehr will sie als Mutter ihren Kindern helfen, (69) die dieser Verführung
scharenweise zum Opfer fallen. Mein Gott, wie schade! Wie wären sie
doch gerade in diesem Alter formbar für das Gute!
Ich bin überzeugt: würden wir ihnen das Bild der Frau aller
Völker geben, der Großteil von ihnen nähme es dankbar
an.
Klar ist sie Mutter dieses Mädchens, (70) das ganz spontan, mit aufrichtiger
Zuneigung, ihre Statue küßt!
Doch mit dem selben mütterlichen Blick schaut sie auch auf dieses
verliebte Paar, (71) das vielleicht gar nie an Maria denkt. Wie sehr möchte
sie doch alles tun für das glückliche Gelingen ihrer Ehe.
Uns ist dieser asiatische Lastenträger (72) völlig unbekannt,
und wir wissen nichts aus seinem Leben. Maria aber ist seine aufmerksame
Mutter, die alle seine Sorgen in Familie und Beruf kennt und mitträgt.
Der Eisverkäufer (73) hier in Amsterdam, den wir ab und zu sehen,
ist uns vielleicht gleichgültig. Maria aber möchte sehr, dass
man ihm ihr Gebetsbild schenkt, damit er weiß, dass er in ihr eine
geistige Mutter hat, die immer für ihn da ist.
Wie innig liebt Maria doch diese alte Frau, eine sterbende Großmutter.
(74) Sie kennt ihr ganzes vergangenes Leben. Als Mutter will sie ihr nun
auch im Sterben nahe sein.
Maria blickt aber zur gleichen Zeit auch mit zärtlicher Liebe auf
dieses kleine Kind, (75) dessen ganzes Leben noch vor ihm liegt. Als Mutter
kennt sie seine Zukunft.
Lässt uns all das nicht etwas von der grenzenlosen, allumfassenden
Weite der Liebe dieser himmlischen Mutter erahnen?
Überzeugte Mission für die Mutter
Haben wir also keine Angst, den Wunsch der Gottesmutter
zu erfüllen und ihr Gebetsbild unter allen Menschen zu verbreiten!
Darf ich Euch an dieser Stelle ein beeindruckendes, vielsagendes Foto
zeigen. Ihr werdet Euch vielleicht wundern, aber als ich dieses Foto sah,
musste ich unwillkürlich an die Verbreitung des Amsterdamer Gebetsbildes
denken.
Dieser barfüßige, irakische Freiheitskämpfer (76) in Bagdad,
der gerade noch sein nacktes Leben retten konnte, trägt das Bild
seines Idols, des radikalen Schiitenführers Muktada al Sadr. Das
Antlitz des jungen Mannes verrät äußerste Entschlossenheit,
selbst die Bereitschaft zum Martyrium.
Dieser junge Mann hatte in äußerster Gefahr nur an eines gedacht:
das Bild seines Führers zu retten, um sein Volk überzeugen zu
können, dass die Lösung aller Probleme in seinem Vorbild Sadr
(77) zu finden ist. Hätten wir doch im Hinblick auf die friedvolle
Weltaktion eine ähnlich tiefe Überzeugung, dass die Lösung
aller Probleme im Gebet liegt und im Vertrauen auf die Mutter, die Mutter
aller Völker!
Das Heiligtum der Mutterschaft Mariens für
alle Menschen aller Zeiten
Zögern wir auch nicht, unsere Freunde zur
Kapelle der Frau aller Völker zu führen!
Ist Euch eigentlich schon einmal glücklich bewußt geworden,
dass die Kapelle von Amsterdam das Heiligtum
der Mutterschaft ist, das Heiligtum der Mutterschaft Mariens für
alle Menschen aller Zeiten? Wer immer wir sind und was wir auch
fühlen: Sie erwartet uns immer mit liebevoll ausgebreiteten Armen
und steht vor uns als unsere Mutter, die nie anklagt. (78) Vielmehr ruft
sie uns allen zu: „Wer oder was
ihr auch seid, ich darf für euch die MUTTER ... sein.“ Und
die Seherin Ida Peerdeman (79) schrieb: „Die Frau blickt dann in
die Ferne, so als halte sie Ausschau nach Menschen. Es ist, als würde
sie wirklich alle Menschen an sich ziehen wollen; Menschen, die zu unserer
Kirche gehören, (80) Menschen, die nicht zu unserer Kirche gehören
(81) und sogar Menschen, die zu gar keiner Kirche gehören.“
(82) Dann sagte die Frau: „Völker,
sorgt doch dafür, dass diejenigen, die in Not sind - und damit meine
ich auch seelische Not – zur Frau gebracht werden! Arbeitet unter
den anderen mit meinem Gebet.“ (31.5.1954)
Ein neues Aufblühen
Warum wünscht die Frau so sehr, dass alle
Menschen sie als Mutter kennenlernen?
Das ‘warum’ erklärt die Stimme des Herrn in den Eucharistischen
Botschaften mit unvergleichlich schönen Worten: „Eine
Kirche und ein Volk ohne Mutter (83)
ist wie ein Leib ohne Seele.“ (31.5.1965) „Die
Braut ist nicht umsonst auf die Erde gesandt worden. Bringt sie unter
die Völker. Versteht dies gut: Auch der Herr hatte seine Mutter nötig,
um zum Leben zu kommen. (84) Durch
die Mutter kommt das Leben. Darum muss sie wieder in eure Kirche und unter
die Völker zurückgebracht werden, und ihr werdet das Aufblühen
erleben!“ (25.3.1973)
„Sie muss wieder in unsere Kirche und unter die Völker zurückgebracht
werden, und wir werden das Aufblühen erleben.“ Ist das nicht
ein unerhört schönes Versprechen? Dann, in einer Zeit des geistigen
Aufblühens, wird der Hl. Vater, so glaube ich fest - auch das
ersehnte Dogma der Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin
verkünden können, (85) das heute leider von so wenigen verstanden
wird. Dadurch wird uns ein neues Pfingsten (86) geschenkt werden, das
die Kirche in eine neue Epoche führen wird.
In dieser Zeit der Erneuerung von Kirche und Welt, wird dann unter Mitwirkung
aller Völker auch jene herrliche Kirche erstehen, die Mutter Ida
in ihren Visionen sehen durfte. Stellt Euch vor: Sie schaute die Kirche
der Frau aller Völker exakt neben unserer Halle hier, in der
wir heute den Gebetstag feiern!
Diese Basilika - so wurde es ihr gezeigt - wird ein Rundbau mit drei Kuppeln
sein.
Aber Bedingung und Voraussetzung für dieses Aufblühen ist -
verstehen wir das gut - unser Bemühen, Maria als Mutter unter die
Völker zurückzubringen, wie z. B. hier in Indien (87) oder bei
einem Nationalen Gebetstag in Südkorea. (88)
Lasst uns also, auf ihr Wort hin, wieder mit neuem Elan an der Weltaktion
von Erlösung und Friede mitwirken, wie es bereits auf allen Kontinenten
sogar Bischöfe in ihren Diözesen tun, ob in der Slowakei oder
wie hier in Australien (89), ob in Amerika, Indonesien oder Uruguay, an
der Elfenbeinküste oder auf den Philippinen. Ja, wenn wir tun, was
die Mutter von uns wünscht, dann dürfen wir uns auch auf diese
verheißene, neue Zeit freuen!
Ich danke Euch, liebe Freunde, für Euer aufmerksames Zuhören
und bitte Euch: Lasst uns jetzt gemeinsam ihr Gebet beten, jeder in seiner
Muttersprache, so wie die Frau aller Völker es ausdrücklich
wünschte.
Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters,
(90)
sende jetzt deinen Geist über die Erde.
Lass den Hl. Geist wohnen in den Herzen aller Völker,
damit sie bewahrt bleiben mögen,
vor Verfall, Unheil und Krieg.
Möge die Frau aller Völker,
die einst Maria war,
unsere Fürsprecherin sein.
Amen.
Dieser Vortrag mit den Bildern ist als Broschüre
in verschiedenen Sprachen erhältlich
Text und Gestaltung: © P. Paul Maria Sigl, PDF-Familie Mariens
PDF-Familie Mariens, Via Ombra 1, 64010 Civitella del Tronto (TE), Italien
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