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Pfinsgstpredigt von Msgr. Paul Maria Hnilica SJ, Rom - Details
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3.GT 1999, Festpredigt von Bischof Paul Maria Hnilica S.J., Rom

Die Mutter aller Völker
bereitet die Herzen auf ein neues Pfingsten vor

Festpredigt von
Bischof Paul Maria Hnilica S.J., Rom


3. Internationaler Gebetstag zu Ehren der Frau aller Völker
in Amsterdam, 22.-24. Mai 1999


Der slowakische Jesuitenbischof Paul Maria Hnilica, der seit 40 Jahren in Rom lebt und von dort aus der verfolgten Kirche im Osten unsagbare Hilfe geleistet hat, hielt am Pfingstsonntag die Festpredigt. Seine Liebe zur Miterlöserin geht bis in die Zeit seiner Verhaftung, seines Aufenthaltes im KZ und in die ersten Jahre seines Priestertums zurück.
Er hat Gott das feierliche Versprechen gegeben, sich mit seinem ganzen Leben und mit allen Kräften für die Dogmatisierung dieser Wahrheit Maria ist Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin einzusetzen.
So ist es verständlich, daß die Vorsehung gerade ihn erwählt hat, Präsident der kirchlichen Bewegung päpstlichen Rechtes PDF-Familie Mariens der Miterlöserin zu sein.
Bischof Hnilica und der Heilige Vater kannten sich schon, lange bevor Karol Wojtyla zum Papst gewählt wurde. Gemeinsam nahmen sie am II. Vatikanischen Konzil teil und erlebten die Zeit der kommunistischen Verfolgung in den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang.


Zum drittenmal sind wir hier in Amsterdam versammelt. Es ist das Jahr, das dem Göttlichen Vater geweiht ist, in dem wir, um das Bild der Frau aller Völker vereint, zusammen Pfingsten feiern ...
Wenn wir heute in Amsterdam sind, um das Pfingstfest zu feiern, in einer europäischen Stadt, die sich immer mehr von Gott entfernt hat, dann entspringt dieser Wunsch sicher nicht einer menschlichen Überlegung, sondern der Inspiration der Frau aller Völker, die uns zu diesem internationalen Gebetstreffen zusammengeführt hat. Die drei vorbereitenden Jahre auf das Große Jubiläum dürfen wir in Holland auch durch diese internationalen marianischen Gebetstreffen feiern. Wir sind hierher gekommen, um auf die Fürsprache Mariens vom Heiligen Geist ein Neues Pfingsten zu erflehen, damit Er in den Herzen aller Völker wohnen möge und sie vor Verfall, Unheil und Krieg bewahre. Dieses Gebet ist heute dringender denn je zuvor ...

Wir danken vor allem dem Bischof dieser Diözese, Seiner Exzellenz Msgr. Punt, der als Hauptzelebrant der feierlichen Hl. Pfingstmesse vorsitzt. Mit ihm denken wir auch an den teuren Bischof Msgr. Bomers, der im vergangenen September, am Fest des Namens Mariens, starb. Er nahm an den beiden ersten Gebetstagen teil, die er selbst mit großer Freude im Herzen miterlebte. Es bedeutete für ihn ein großes Glück, an dem teilzunehmen, was er selbst als ‘unglaublich’ bezeichnete, das heißt, dass Tausende von Menschen nach Amsterdam pilgerten, um in einem tiefen Frieden, um das Bild der Frau aller Völker versammelt, um das Kommen des Heiligen Geistes zu beten.

Am ersten Pfingstfest kam der Heilige Geist auf Maria und die Apostel im Abendmahlssaal herab, um in ihren Herzen zu bleiben und so die Kirche, den mystischen Leib Christi, zu heiligen. Auch heute wirkt der Heilige Geist durch Seine Braut im Innersten unserer Herzen, wenn sie sich dem göttlichen Wirken öffnen, wenn sie dem Versprechen Jesu Vertrauen schenken und wenn sie sich im Gebet mit Maria vereinen ...

Der Heilige Vater, der universale Hirte der Kirche, fühlte sich dazu gedrängt, die Größe des Heilsmysteriums, in dem Maria innigst mit Jesus verbunden blieb, der Welt zu verkünden. In seinem Papstwappen sehen wir bezeichnenderweise ein Kreuz zusammen mit einem großen M, was nichts anderes aussagt, als dass Maria beim Erlösungswerk ihres Sohnes als Miterlöserin mit Ihm vereint blieb. Viele Bischöfe der Weltkirche, nicht wenige Kardinäle und Millionen Gläubige verehren Maria als Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin, unter diesen drei Titeln, die in den Vierziger Jahren gerade hier in Holland von einer ganzen Bischofskonferenz proklamiert wurden ...

Wir bitten auch um das Licht des Heiligen Geistes für die ganze Kirche, damit sie Prophezeiungen wie jene des hl. Pater Maximilian Kolbe und die von einem Teil der Gläubigen und von so vielen Hirten an den Heiligen Vater gerichtete Bitte um die ersehnte dogmatische Definierung der Miterlösung, Mittlerschaft und universalen Fürsprachemacht Mariens verstehe. Das wäre die Krönung eines langen theologischen, mystischen, spirituellen und seelsorglichen Weges, der die Berufung Mariens erleuchtete und die unter dem heutigen Pontifikat einen Höhepunkt erreicht zu haben scheint ...

Ich bin tief davon überzeugt, dass die marianische Ära, in der wir uns befinden, zum Triumph des Makellosen Herzens führen wird. Ja, wir müssen sagen, dass dies die Überzeugung von Papst Johannes Paul II. ist. Die marianische Ära bereitet das Zeitalter des Heiligen Geistes vor ...

Für dieses immense Werk der Vorbereitung der Herzen auf das Kommen des Heiligen Geistes durch ein neues Pfingsten braucht es die Gegenwart Mariens, die in alle Teile der Welt gekommen ist, um ... die zerstreuten Kinder zu sammeln. Deshalb sehen wir sie auf dem Bild der Frau aller Völker inmitten vieler Schafe, in einer unüberschaubaren Herde, Symbol für die ganze Menschheit, die sich um das Kreuz ihres Sohnes versammelt hat.

Mit der Hilfe Mariens möchten wir heute den Heiligen Geist darum bitten, dass Er den Heiligen Vater stärke und ihn vor jeder Gefahr beschütze, damit durch sein Totus Tuus dieses Jahrtausend beschlossen und das neue eröffnet werde.

Auszüge aus der Festpredigt von Bischof Paul Maria Hnilica SJ, Pfingstsonntag 1999


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