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Mai 2003: Bedeutung und Aktualität der Frau aller Völker - Details
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Mai 2003: Bedeutung und Aktualität der Frau aller Völker

Aus dem Bulletin Nr 9 – Mai 2003. Diese Sondernummer des offiziellen Informationsblattes der Stiftung Frau aller Völker in deutsch und englisch enthält zwei Artikel: der untenstehende behandelt die Bedeutung und Aktualität der Frau aller Völker, der andere ist das Schreiben der diözesanen Begleitkommission zum kirchlichen Standpunkt (Dokument öffnen) vom 25. Oktober 2002.

 

DIE FRAU ALLER VÖLKER
BEDEUTUNG UND AKTUALITÄT

In den Jahren 1945 bis 1959 erschien die heilige Jungfrau Maria verschiedene Male in Amsterdam einer Frau, Ida Peerdeman, als „die Frau aller Völker“. Sie zeigt sich vor dem Kreuz stehend und mit der Sonne bekleidet. Mit ihren Füßen steht sie auf der Erdkugel. Aus ihren Händen kommen drei Strahlen – Gnade, Erlösung und Friede. Diese darf sie der Menschheit austeilen. Sie richtet sich warnend und mahnend an Kirche und Welt, aber auch mit Worten voller Hoffnung und mit dem Versprechen auf Rettung. Nach gut 50 Jahren, am 31. Mai, wurden die Erscheinungen von Amsterdam durch den Diözesanbischof anerkannt. Dieser Beitrag möchte helfen, die tiefe und sehr aktuelle Bedeutung dieser Erscheinung zu verstehen.

 

Seht doch den Ernst eurer Zeit

Die Zeit der Erscheinungen sind die Nachkriegsjahre. Die Welt – und ganz besonders Europa – war von Optimismus erfüllt, die Kirche fühlte sich im Allgemeinen stark und sicher, denn das kirchliche Leben blühte. Doch die Gottesmutter sah bereits die großen Gefahren, die Kirche und Welt bedrohten und warnte mit nachdrücklicher Rede: „Erkennt doch den Ernst dieser Zeit!“, „Wisst doch, dass der Geist kämpft!“, „Lasst euch nicht zum falschen Geist führen.“, „Handelt doch!“, Arbeitet doch!“

Die Botschaften schildern eine Welt, die in „Verfall, Unheil und Krieg“ abzugleiten droht, und eine Kirche, die einem „schweren Kampf“ entgegengeht, sowie einen nie gekannten „Verfall des Glaubens“. Sie kündigt eine Zeit an, in der „der Kampf um den Geist“, der Kampf zwischen der Frau und „dem Feind unseres Herrn“, seinen Höhepunkt erreichen wird. Aber auch eine Zeit, in der der Heilige Geist „mehr als je zuvor, kommen wird“, und „das Reich Gottes näher ist, als je zuvor“.

 

Konkrete Vorhersagen

Besonders die ersten Botschaften aus den Jahren 1945 - 1950 enthalten konkrete Vorhersagen. Viele davon sind bereits eingetroffen, oder wir erleben sie mit eigenen Augen („Die Zeichen liegen in meinen Worten“). Andere Vorhersagen jedoch liegen noch verborgen in der Zukunft.
In der Welt: die Mondlandung, der Sturz des Kommunismus, der Krieg auf dem Balkan, der Kampf im Mittleren Osten, von dem die ganze Welt betroffen sein wird, und die dadurch „gleichsam in zwei Teile zerrissen“ wird, Gefahr biologischer Kriegsführung mit Raketen, der Kampf in Korea, der „nach Unterbrechungen“, aufflammen und „der Beginn von großem Elend“ sein wird, die Uneinigkeit von Amerika und Europa: „Wirtschaftskrieg, Boykott, Währungskrisen, Katastrophen“, ein Aufstand in der Mandschurei, Veränderungen in der Natur, Meteore, usw.
In der Kirche: Verfall des Glaubens, innere Zerrissenheit, schwere Wolken über dem Vatikan, „der Zölibat ist von innen her in Gefahr“, „Irrlehren, vor allem auf dem Gebiet der Eucharistie ...“, Aufruf zu stärkerem sozialen Engagement der Kirche: „Enzykliken, das ist der gute Weg!“, Aufruf zu Veränderungen in der Kirche der 50er Jahre, um sie auf das Kommende vorzubereiten, „jedoch gut, im guten Geist“. In Bildern wird der Seherin bereits das Zweite Vatikanische Konzil gezeigt und 8 Monate vor dem Tod Papst Pius XII. wird dieser vorausgesagt.
Bedingung: Abhängig vom Beten und Wirken der Menschheit und der Kirche spricht Maria über eine Weltkatastrophe oder einen Weltfrieden.

 

Die Sendung der Frau

Für diese dramatische Zeit ist die Frau gekommen. Sie darf der Menschheit zu Hilfe eilen und Wege der Rettung zeigen. Nach der Verkündigung des Dogmas der leiblichen und seelischen Aufnahme Mariens in den Himmel im Jahre 1950 tritt in den Botschaften eine Wende ein.
Zum ersten Mal zeigt sich die Frau vor dem Kreuz stehend. Mit ihm ist sie als Mutter leidend und opfernd verbunden. Nun stellt sie sich mit ihrem neuen Titel vor:
„Ich bin die Frau, Maria, Mutter aller Völker.“ und „Ich stehe als die Frau vor dem Kreuz, als die Mutter vor meinem Sohn, der durch den Vater in mich gekommen ist ...”.
Jetzt, so prophezeit sie, erfüllt sich die Sendung, die der Herr ihr bereits am Kreuz verliehen hat: „Beim Heimgang unseres Herrn Jesus Christus gab er Mirjam oder Maria durch eine einzige Gebärde an die Völker als die 'Frau aller Völker’.“, „Nun aber will der Vater und der Sohn die Frau in die ganze Welt senden. Sie ist ja dem Sohn auch früher vorausgegangen und gefolgt.“
Die Zeit ist gekommen, in der Maria als universale Mutter aller Völker und aller Menschen bekannt werden will,
„wer oder was ihr auch seid“. Es ist ihre mütterliche Berufung, „alle Völker im Geist, im wahren und Heiligen Geist zusammenzubringen“. Immer wieder weist sie auf Christus und das Kreuz: „Durch die Frau aller Völker zum Herrn aller Völker.“
Der Rettungsplan, den sie in den Botschaften entfaltet, enthält drei Kernthemen:

 

Ein neues Gebet

Mehrere Male spricht die Frau über den großen Wert des Rosenkranzgebetes. Darüber hinaus gibt sie am 11. Februar 1951 ein neues Gebet, das an den Herrn Jesus Christus gerichtet ist. Die Seherin erzählt:
„Auf einmal sehe ich, dass die Frau noch schöner wird, als sie schon ist. ... Ihre Gestalt wird noch durchscheinender und so schön, dass ich in Verzückung auf sie blicke. Dann sagt sie: Bete doch vor dem Kreuz: Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, sende jetzt Deinen Geist über die Erde. Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg. Möge die Frau aller Völker, die einst Maria war, unsere Fürsprecherin sein. Amen. ... Die Frau spricht dieses Gebet so schön und eindrucksvoll, das kann kein Mensch der Welt nachmachen. Sie betont die Worte jetzt und alle. ... Ich sehe sie jetzt in großen Lettern geschrieben stehen.“
Der Titel Frau verweist auf den Namen, mit dem der Herr Maria anspricht, wenn es um ihre Sendung als neue Eva geht (Kana ... Golgota). Auch klingt hier die Vision des Johannes im Buch der Offenbarung an. Der Satz 'die einst Maria war‘ deutet auf das Neue ihrer Berufung für diese Zeit hin. Er besagt gleichzeitig, dass es die Jungfrau Maria aus der Heiligen Schrift und der Offenbarung ist, die hier spricht. Sie weist darauf hin,
„wie mächtig und wie bedeutsam dieses Gebet bei Gott ist.“ Sie verspricht allen, die „Maria, die Frau aller Völker“ bitten, „Gnade für Seele und Leib zu geben, in dem Maß, wie der Sohn es will“.

 

Auch für den Heiligen Vater gibt sie eine besondere Botschaft

„Apostel des Herrn Jesus Christus, lehre deine Völker dieses einfache, aber so tiefsinnige Gebet! ... Wisse wohl: Große Gefahren hängen über der Kirche, hängen über der Welt. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, da du nun über Maria sprechen sollst als Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin, unter dem Titel ,Die Frau aller Völker‘. Warum wünscht Maria das von dir? Weil sie von ihrem Herrn und Schöpfer gesandt ist, um unter diesem Titel und durch dieses Gebet die Welt von einer großen Weltkatastrophe befreien zu dürfen.“

 

Ein neues marianisches Dogma

Sie bittet, dass das Dogma „Maria, Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin“ kommen darf, damit sie ihre vermittelnde Aufgabe für die Kirche und die Welt gänzlich ausführen kann: „Die Frau aller Völker wünscht Einheit im wahren, im Heiligen Geist. Die Welt wird von einem falschen Geist, von Satan, umgeben. Wenn das Dogma, das letzte Dogma in der marianischen Geschichte, ausgesprochen ist, dann wird die Frau aller Völker der Welt den Frieden, den wahren Frieden schenken. Die Völker jedoch müssen mein Gebet mit der Kirche beten. ... Die Göttliche Dreifaltigkeit wird wieder über die Welt regieren. Die Frau steht hier als Fürsprecherin. Es geht hier um den Schöpfer, nicht um die Frau. Sage das euren Theologen! ...”
Die Botschaften sprechen ausführlich über das neue Dogma, seine Bedeutung und seinen Ursprung. Maria, so betonen sie, ist
die Unbefleckte Empfängnis und deshalb die Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin“.

 

Neue Verehrung der Heiligen Eucharistie

Immer wieder betont die Frau die große Bedeutung der Heiligen Eucharistie für diese Zeit. „Bringt eure Kinder zurück zum Opfer.“, „Bringt eure Völker zurück zum Opfer.“, „Er gab euch das große Mysterium, das große Wunder eines jeden Tages, jeder Stunde, jeder Minute“, „Er gab sich selbst. Nein, Völker, nicht einen Gedanken!“ Dabei schüttelte sie heftig den Kopf.
Sie zeigt Amsterdam als den von ihr ausgesuchten Ort:
„Es ist auch der Ort des Sakramentes.* Begreife das alles gut.“, “Nach Amsterdam, in die Stadt des Mirakels, dahin wird auch die Frau aller Völker kommen.“

*Die Frau verweist hier auf ein Eucharistisches Wunder, das sich am 15. März 1345 in Amsterdam ereignete: Eine Hostie, von einem Kranken erbrochen und daraufhin ins Feuer geworfen, schwebte längere Zeit über den Flammen. Dies wurde von mehreren Personen bezeugt. Der Bischof ordnete eine Untersuchung an und bestätigte das Ereignis. Kaiser Maximilian von Österreich pilgerte nach Amsterdam und verlieh der Stadt das Recht, fortan die Kaiserkrone im Stadtwappen zu führen. Auch aus diesem Grund blühte die Stadt auf. Noch immer pilgern jedes Jahr im März Tausende von Menschen auf dem sog. „Stillen Umgang“ durch Amsterdam, in Erinnerung an das sogenannte „Mirakel“.

 

Es wird sich mit den Jahren herausstellen

Wenn die Kirche in diesem Geist handelt und dem Plan Gottes folgt, dann, so prophezeit die Frau, werden die Völker „nach 54 vor Erleichterung aufatmen“, dann wird der Menschheit eine Zeit des Friedens geschenkt werden. Von welcher Zeit spricht die Frau?
Die Botschaften geben eine verschlüsselte Zeitendeutung. Immer wieder werden die Jahre 50 bis 54 als ein Zeitabschnitt der vorausgeht, genannt. 53 wird als das Jahr genannt,
„in dem sich große Weltereignisse und Weltkatastrophen abspielen werden und drohen”, aber auch als “das Jahr der Frau aller Völker“. Anfangs wurde dabei kurzerhand an die Jahre 1950 bis 1954 gedacht. Aber die Jahrzahlen waren – mit einer einzigen Ausnahme – ausdrücklich als reine Zahlen ohne direkten Zeitbezug gegeben. Manchmal wurden diese auch erst genannt, als das Jahr bereits zum größten Teil vorüber war. Der zweifache Sinn wurde immer deutlicher. Einerseits beziehen sich die Zahlen auf den geschichtlichen Zeitabschnitt, und andererseits weisen sie prophetisch darüber hinaus auf einen zweiten Zeitabschnitt.
„Es wird sich mit den Jahren herausstellen“, sagt die Frau.

Hier liegt die tiefste Bedeutung der Verehrung der Frau aller Völker. Sie will die Kirche und die Völker um Christus in der heiligen Eucharistie und Maria versammeln, der Frau aller Völker, um so einem erneuten Kommen des Heiligen Geistes in unsere Zeit, neuem Leben für Kirche und Welt, den Weg zu bereiten.


Stiftung Frau aller Völker,
Amsterdam, Mai 2003

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