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Botschaften von heilsgeschichtlicher Bedeutung - Details
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Biographie Ida Peerdeman - Botschaften von heilsgeschichtlicher Bedeutung - Teil 2
DIE ERSTE ERSCHEINUNG DER FRAU ALLER VÖLKER
IDA UND DIE BOTSCHAFTEN
„ZÖGERE NICHT! ICH HABE DOCH AUCH NIEMALS GEZÖGERT!“
VEREINTES LEIDEN MIT DER MITERLÖSERIN
DER BEWEIS DER ECHTHEIT LIEGT IN DEN WORTEN DER FRAU
DAS II. VATIKANISCHE KONZIL UND DAS GEBET DER FRAU ALLER VÖLKER

 

BOTSCHAFTEN VON HEILSGESCHICHTLICHER BEDEUTUNG

Biographie von P. Paul Maria Sigl
2005, Teil 2

 


In welch unscheinbarem Rahmen diese bedeutendsten Botschaften gegeben wurden, zeigt uns dieses Bild, das in den fünfziger Jahren bei Ida zu Hause aufgenommen wurde.

DIE ERSTE ERSCHEINUNG
DER FRAU ALLER VÖLKER


Noch ist der Zweite Weltkrieg nicht zu Ende, als am 25. März 1945 die großen Marienerscheinungen von Amsterdam beginnen. Die Kirche feiert an diesem Tag das Fest Maria Verkündigung, das größte Ereignis der Menschheitsgeschichte: Gott nimmt in Jesus Menschennatur an, um uns von Sünde und Tod zu erlösen.


In Stille und Verborgenheit beginnt das Werk der Erlösung im gnadenvollen Schoß der Immaculata, in ihr, die einmal Miterlöserin genannt werden wird. Es ist sicherlich kein Zufall, dass Maria gerade diesen Festtag auswählte, um sich als „Die Frau und Mutter“ zu offenbaren, denn die Botschaften von Amsterdam sind für Kirche und Welt von universaler, heilsgeschichtlicher Bedeutung.

Lassen wir Ida selbst dieses Ereignis erzählen: „Es war der 25. März 1945, das Fest Maria Verkündigung. Meine Schwestern und ich saßen im Zimmer und wir sprachen miteinander. Wir saßen um den Ofen. Es war Kriegszeit und es war Hungerwinter. Pater Frehe war an diesem Tag in der Stadt und kam uns auf einen Sprung besuchen.“
(Von 1917 bis zu seinem Sterbetag, dem 12. Februar 1967, war Pater J. Frehe OP ganze 50 Jahre lang Idas geistlicher Führer und Beichtvater.)

„Sie wissen, wie das dann so geht: es wird über den Krieg gesprochen und über alles, was wir erlebt hatten. Es hatte in dieser Woche wieder Razzias gegeben und Ähnliches. Also hatten wir viel zu erzählen. Wir unterhielten uns eifrig, als ich plötzlich, ich weiß heute noch immer nicht, wie das kam, ins andere Zimmer hinübergezogen wurde. Ich schaute und sah dort plötzlich ein Licht kommen. Ich dachte: Wo kommt das Licht her, und was für ein seltsames Licht ist das? Ich stand auf und musste darauf zugehen.

Ich sah in einer Ecke des Zimmers das Licht näher kommen. Die Wand verschwand vor meinen Augen, und alles, was dort stand, war nicht mehr da. Es war ein Meer von Licht und eine leere Tiefe. Es war kein Sonnenlicht und auch kein elektrisches Licht. Was für eine Art Licht es war, konnte ich mir nicht erklären. Aber es war eine leere Tiefe. Und aus dieser Tiefe sah ich plötzlich eine Gestalt hervortreten, eine lebendige Gestalt, eine weibliche Figur, anders kann ich es nicht erklären.

Sie trug ein weißes Kleid und hatte einen Gürtel um. Sie stand da mit gesenkten Armen, die Handflächen nach außen mir zugekehrt.
Während ich hinschaute, kam so etwas Eigenartiges über mich. Ich dachte: ,Was ist das?‘ Und noch heute begreife ich nicht, wie ich es zu denken wagte: ,Das muss die heilige Jungfrau sein, etwas anderes ist nicht möglich.‘ Inzwischen hörte ich meine Schwestern und Pater Frehe sagen:
,Was fängst du nun an?‘ und ,Was tust du da?‘ Aber ich konnte keine Antwort geben, weil ich so sehr zu der Gestalt hingezogen wurde.
Dann begann die Gestalt auf einmal zu mir zu sprechen. Sie sagte:
,Sprich mir nach.‘ Ich begann ihr also Wort für Wort nachzusprechen. Sie sprach sehr langsam.

Meine Schwestern und Pater Frehe hatten sich um mich geschart. Ich hörte Pater Frehe sagen:
,Was tut sie nun, jetzt wird sie auch noch heilig.‘ Aber als er hörte, dass ich zu sprechen begann, sagte er zu meiner Schwester Truus: ,Schreib doch mal auf, was sie sagt.‘ Meine Schwester hatte keine Lust dazu, sie fand es dumm. Aber Pater Frehe sagte: ,Schreib auf.‘
Nachdem ich ein paar Sätze nachgesprochen hatte, hörte ich Pater Frehe sagen:
,Hör! Frag doch mal, wer das ist.‘ Und so fragte ich: ,Sind Sie Maria?‘ Die Gestalt antwortete: ,Sie werden mich Die Frau nennen, Mutter.‘ Und während sie das sagte, lächelte sie. Beim Wort ,die Frau kam sie mit dem Kopf ein wenig näher zu mir. Ich sprach ihr also nach: ,Sie werden mich die Frau nennen, Mutter.‘
Da hörte ich Pater Frehe sagen:
,Die Frau? Davon habe ich noch nichts gehört, die Frau?‘ Und er und meine Schwester, die alles aufschrieb, begannen daraufhin laut zu lachen. Das irritierte mich innerlich ein wenig. Ich dachte: ,Wenn ihr nur sehen würdet, was ich sehe, dann würdet ihr nicht so lachen.‘ Nun ja, ich konnte ihnen das nicht übel nehmen, denn sie konnten ja nicht sehen, was ich in dem Augenblick sah.
Nachdem die Gestalt alles vorgesprochen hatte, ging sie sehr langsam wieder fort. Erst danach verschwand auch das Licht und ich sah alles um mich im Zimmer, wie es immer gewesen war.
Pater Frehe begann natürlich zu fragen:
,Was war das nun eigentlich?‘ Ich sagte zu ihm: ,Ja, das weiß ich selbst auch nicht, ich denke, dass es Maria war.‘ ,Ach‘, sagte er; doch weiter gab er keinen Kommentar.“
(Pater Brouwer, aus dem Orden der Assumptionisten, hat diese Erzählungen aus dem Mund der Seherin selbst gehört und auf Tonband aufgenommen.)

Bei dieser ersten Erscheinung der Gottesmutter wird vor Ida ein Kreuz hingelegt.
„Ich nehme es langsam auf. Es ist schwer.“
Mit diesem schweren Kreuz nimmt Ida ihre Berufung an, Trägerin und Überbringerin der Amsterdamer Botschaften zu sein.

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IDA UND DIE BOTSCHAFTEN

„Du bist das Werkzeug. Die Frau sorgt für alles!“

Ida wurde in der Kindheit und Jugend auf ihre ganz besondere Berufung vorbereitet. Aber wie alle Propheten wird auch sie, eine einfache 40-jährige Büroangestellte, dann ganz plötzlich und unerwartet mit dieser verantwortungsschweren Aufgabe betraut. Sie empfängt nun in 15 Jahren, bis zum 31. Mai 1959, rund 56 Botschaften der Gottesmutter. Anschließend schenkt ihr der Herr bis in die achtziger Jahre hinein die sogenannten „Eucharistischen Erlebnisse“.

Im Gegensatz zu vielen anderen Erscheinungsorten bleibt in Amsterdam alles in Stille und Verborgenheit.
„In aller Stille bin ich gekommen“, sagte die Frau am 31. Mai 1958. Ein Großteil der Botschaften wird Ida zu Hause gegeben. Ihre Schwester Truus (Gertrud), die Lehrerin ist, schreibt Wort für Wort auf, was Ida der Frau nachsagt. Das ist leicht möglich, da diese langsam spricht und lange Pausen macht, bevor sie die Seherin ein neues Bild schauen lässt oder einen neuen Gedanken gibt. Wenn nötig, ergänzt Ida später das Erlebte durch persönliche Kommentare.

Besonders in den ersten Jahren sind die Botschaften sehr verschlüsselt, apokalyptisch und symbolisch. Ähnlich den großen Propheten des Alten Testamentes gehört die Seherin von Amsterdam zu den theologisch nicht Gebildeten, zum einfachen Volk, und sie versteht oft kaum etwas vom Geschauten. Worte wie „Paraklet“, „Meteore“ oder „Ruach“ sind ihr völlig unbekannt, und sie hat auch große Mühe, in Worten wiederzugeben, was sie über unbekannte Ereignisse in Visionen sieht. Doch die Gottesmutter tröstet Ida:
„Sage deinem Seelenführer, dass der Herr immer das Schwache für seine großartigen Pläne auserwählt! Er soll ganz ruhig sein.“ (4.4.1954) „Nochmals sage ich: Der Sohn sucht immer das Kleine, das Einfache für seine Sache.“ (15.4.1951) „Du hast eine große Aufgabe zu erfüllen.“ (15.6.1952), gibt Maria ihrem Kinde zu verstehen. Ida ist nur ein Werkzeug, wie die Gottesmutter sie gerne nennt. Aber: „Durch dieses Werkzeug in einem kleinen Land, das am Abgrund steht, wird die Frau aller Völker jedes Jahr ihre mütterlichen Ermahnungen und Tröstungen geben.“ (31.5.1954)

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„ZÖGERE NICHT! ICH HABE DOCH AUCH NIEMALS GEZÖGERT!“

Gleich einer weisen, liebevollen Pädagogin lehrt sie ihre Schülerin in den Visionen: „Höre gut!“, „Schau genau hin!“, „Lies!“, „Merke dir gut!“, „Warne!“, „Sage!“, „Verbreite!“ ...

Als Botin und Überbringerin muss Ida gehorsam weitergeben, was die Frau aller Völker dem Papst, dem Bischof von Haarlem-Amsterdam, der Kirche, den Theologen, ja der Welt und allen Völkern so dringend sagen will, auf dass eine Erneuerung im Heiligen Geist komme. Verständlicherweise fühlt sich die Seherin für diesen schweren Auftrag oft unfähig und schwach. Nicht nur einmal fragt sie die Frau ängstlich: „Werden sie mir denn glauben?“
Doch Maria beruhigt und ermutigt sie und somit auch ihren Seelenführer: „Zögere nicht! Ich habe doch auch niemals gezögert!“ (15.8.1951) „Sei doch nicht so ängstlich. Weshalb Angst haben wegen der Sache des Sohnes?“ (28.3.1951) „Ich verlange von dir nur, das zu tun, was ich dir sage. Mehr wird nicht verlangt. ... Du, Menschenkind, kannst doch nicht beurteilen, welch großen Wert das haben kann.“ (4.3.1951) „Du sagst zu mir, dass du nur leere Hände anzubieten hast. Die Frau bittet dich nur, diese Botschaften an diejenigen zu überbringen, die sie nötig haben. Die Frau tut den Rest.“ (5.10.1952)

Manchmal ist es für die Seherin aber derart schmerzlich, den Aufträgen der Gottesmutter treu zu gehorchen, dass sie ihr menschliches Sträuben und Schaudern spontan ausdrückt: etwa wenn die Frau verlangt: „Gehe zum Heiligen Vater und sage, dass ich gesagt habe: Die Zeit ist jetzt gekommen, dass das Dogma verkündet werden kann. Ich komme privat zurück für die Kirche und die Priester, zu der Zeit, die der Herr bestimmen wird. Sage, dass der Zölibat von innen her in Gefahr ist!“ „Als ich meinen Kopf schüttelte und sagte, dass ich das nicht wagen würde, sagte die Frau ein wenig böse: ,Ich befehle dir, dies zu sagen!‘ Da nickte ich einwilligend.“ (31.5.1957)

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VEREINTES LEIDEN MIT DER MITERLÖSERIN

Was die Seherin in den Botschaften der Miterlöserin schaut und miterlebt, verändert auch ihr persönliches Leben zutiefst. Denn Maria bittet ihr Kind: „Mache aus deinem Leben ein Opfer. Lass sie kommen mit all ihren seelischen und körperlichen Nöten. Die Frau ist da.“ (4.4.1954) „Bittet alle die Frau aller Völker! Und du, Kind, komm vor dieses Bild und bitte, so lange du kannst!“ (19.3.1952)

Im aufrichtigen, jahrzehntelangen Bemühen, die Wünsche der Frau gehorsam zu leben, reift Ida zur geistigen Mutter für viele. Maria bestätigt dies mit den eindrücklichen Worten: „Kind, in deinen Schoß lege ich die Menschenkinder der ganzen Welt ...“ (1.4.1951) Auch deshalb erlebt die Seherin viele Male in mystischer Weise an sich den Zustand der ganzen Menschheit. Bei der fünften Erscheinung zum Beispiel beschreibt Ida: „Wir kommen vor ein großes Kreuz zu stehen. ,Nimm es auf. Er ist dir vorausgegangen‘, sagt die Frau. Ich weigere mich und fühle mich, als würden die Menschen der ganzen Welt so handeln und dem Kreuz den Rücken kehren.“ (7.10.1945)

Sehr oft erfährt Ida durch mystisch erlebte Schmerzen, was die Frau aller Völker als Miterlöserin leiblich und geistig für die Rettung der Völker gelitten hat. „Ich sehe die Frau sich zusammenkrümmen. Dann beginnt sie zu weinen. Solch unbeschreibliches Leid steht auf ihrem Gesicht und die Tränen laufen über ihre Wangen. Dann sagt die Frau: ,Kind.‘ Jetzt ist es, als würde sie dieses Leid auf mich übertragen. Erst überfällt mich eine seelische Mattigkeit ... Ich bekomme dieselben Schmerzen wie zuvor ... . Plötzlich ist es, als breche ich zusammen. Ich sage zur Frau: ,Ich kann nicht mehr.‘ Es dauert noch eine Weile, dann ist alles vorbei.“ (15.4.1951)

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DER BEWEIS DER ECHTHEIT LIEGT IN DEN WORTEN DER FRAU

Als Ida vor allem für die anderen die Frau um ein Zeichen der Echtheit bittet, antwortet ihr diese, dass die Beweise der Echtheit in den Botschaften selbst verborgen liegen: „Meine Zeichen liegen in meinen Worten.“ (31.5.1955 / 31.5.1957) „Es wird sich mit den Jahren herausstellen.“ (3.12.1949)

Auch wenn sich Wunder der Heilung oder der Bekehrung ereigneten, will Maria nicht in erster Linie auf diese Weise die Echtheit ihrer Botschaften beweisen, sondern durch das Eintreffen von Ereignissen, die von ihr offen oder verschlüsselt vorausgesagt worden sind. Tatsächlich haben sich im Laufe der Jahre bereits viele der Botschaften von Amsterdam geradezu wortwörtlich erfüllt, und eines nach dem anderen ist so eingetroffen, wie es Ida in ihren Visionen deutlich schaute. Solche Beweise sind umso stärker und überzeugender, als ja die angekündigten Geschehnisse außerhalb jeder Möglichkeit einer menschlichen Beeinflussung von Seiten der Seherin liegen.
Bis zu ihrem Lebensende verfolgt Ida im Radio und Fernsehen mit großem Interesse die aktuellen Meldungen aus Kirche und Welt, um darin die Botschaften bestätigt zu finden.


„Pastor angelicus - der engelsgleiche Hirte“ - Pius XII., Eugenio Pacelli

Den wohl stärksten Beweis für die Echtheit der Botschaften gibt Gott durch die Voraussage jenes Tages, an dem Papst Pius XII. in die Ewigkeit gerufen wird.
Nur Gott allein als „Herr über Leben und Tod“ kann diesen Tag wissen.
Bestätigen die Echtheitsbeweise, die hineinreichen bis in das Leben eines heiligen Papstes nicht offensichtlich genug die universal-weltkirchliche Bedeutung der Botschaften?


In der Nacht vom 18. auf den 19. Februar 1958 (Aschermittwoch) bekommt Ida jene Botschaft, welche mehr als alle anderen zum Echtheitsbeweis für Amsterdam wird.
Lassen wir Ida selbst beschreiben, was sie in jener Nacht erlebte:
„Heute Nacht wurde ich wieder mit einem Schlag wach, weil ich gerufen wurde. Es war genau drei Uhr. Ich sah wieder das Licht und hörte die Stimme der Frau sagen:
,Da bin ich wieder. Der Friede des Herrn Jesus Christus sei mit dir. ... Ich werde dir eine Mitteilung machen, über die du zu niemand, auch nicht zum Sacrista* und zu deinem Seelenführer, sprechen darfst. Wenn es geschehen ist, darfst du ihnen sagen, dass die Frau dies jetzt gesagt hat.

*Sacrista, Generalvikar der Vatikanstadt, war der holländische Augustinerbischof Msgr. Petrus Canisius J. van Lierde, Titularbischof von Porfireone. Er diente vom 13.1.1951 - 14.1.1991 fünf Päpsten und starb am 13.3.1995, 87-jährig in Belgien.

Die Mitteilung lautet: Höre, dieser Heilige Vater, Papst Pius XII., wird Anfang Oktober dieses Jahres bei den Unseren aufgenommen werden. Die Frau aller Völker, die Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin, wird ihn in die ewigen Freuden geleiten.‘ Ich erschrak über diese Mitteilung und wagte kaum, dies zu glauben. Die Frau sagte: ,Erschrick nicht, Kind! Sein Nachfolger wird das Dogma verkünden.‘ Ich dankte der Frau, und sie sagte sehr feierlich: ,Amen.‘ (18./19.2.1958)

Gleich am Morgen des Aschermittwochs ruft die Seherin ihren Seelenführer an und berichtet ihm, dass die Frau ihr eine Botschaft gegeben habe, über die sie aber mit niemandem sprechen dürfe. Doch Pater Frehe hat die gute Idee, Ida alles aufschreiben zu lassen: „Nein, du musst mir versprechen, es sofort aufzuschreiben und es mir heute noch direkt zu bringen, sonst hat es keinen Wert. Denk daran. Von mir aus kannst du den Brief versiegeln, wenn ich ihn nur heute noch bekomme und zwar am liebsten so schnell als möglich.“

Ida gehorcht, schreibt die Worte der Frau mit Maschine, verwahrt einen Durchschlag bei sich zu Hause, versiegelt das Original und bringt es noch am selben Tag zum Seelenführer. Dieser nimmt den verschlossenen Umschlag und legt ihn in seine Schreibtischschublade, wo er bald vergessen ist. Vor der Seherin liegen nun schwere Monate stillen, vertrauensvollen Wartens auf die Verwirklichung der Vorhersage Mariens.

Über diese leidvolle Zeit schreibt sie rückblickend in einem Brief an ihren Bischof, Msgr. Huibers, am 24. November 1958: „Ich saß dann immer auch noch mit dem Gedanken da, dass die Frau gesagt hatte, ich müsse dies und jenes noch dem Hl. Vater sagen. Am schlimmsten war das in den Tagen, da der Hl. Vater im Sterben lag. Bekannte riefen mich an und sagten oft, um mich zu trösten: ,Aber der Hl. Vater stirbt nicht, das ist doch gar nicht möglich.‘ usw. Noch einmal, Monsignore, das ist die schwerste Zeit gewesen ...
Am Morgen des 9. Oktober saß ich vor dem Radio und hörte dann, dass der Hl. Vater gestorben war. Ich habe darauf gesagt: ,Gott sei Dank.‘ Ich weiß wohl, das war nicht schön von mir, aber er wird mir vergeben, denn er weiß, dass ich es zur Frau sagte: dass sie uns nicht im Stich gelassen und ihre Sache nicht zuschanden gemacht hat ...“


Sofort eilt Ida zu ihrem Seelenführer und fragt nach dem versiegelten Kuvert. Weil Pater Frehe sich nicht mehr erinnern kann, muss sie ihm sogar angeben, wo er es aufbewahrt hatte. Dann gibt Ida ihm die Kopie der Botschaft, die sie auf seinen Wunsch hin am Aschermittwoch aufgeschrieben hatte. Seine Verwunderung ist groß, und umgehend schickt Pater Frehe das versiegelte Original nach Rom, wo es für die zuständigen Persönlichkeiten ein glaubhafter Beweis der Echtheit der Botschaften sein soll.

Pius XII. starb in seiner Sommerresidenz Castelgandolfo. In päpstliche Gewänder gehüllt, wurde er dann im Petersdom aufgebahrt, wo ihm Tausende von Gläubigen die letzte Ehre erwiesen.

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DAS II. VATIKANISCHE KONZIL UND DAS GEBET DER FRAU ALLER VÖLKER

In derselben Botschaft, in der die Frau ihr Gebet offenbart, sieht Ida am 11. Februar 1951 den Papst im Vatikan mit der Tiara auf dem Haupt, in der einen Hand ein Zepter, die andere mit zwei Fingern zum Segen erhoben. Um ihn sind viele Kardinäle sowie die Bischöfe aller Länder mit weißen Mitren versammelt.

Ida weiß nicht, dass ihr in prophetischer Vision das Zweite Vatikanische Konzil gezeigt wird. Der Hl.Vater hat ein dickes großes Buch vor sich und sie hört: „Es sind bereits Veränderungen vorgenommen worden und in Bearbeitung. Ich will jedoch die Botschaft des Sohnes bringen. Die Lehre ist gut, doch die Gesetze können und müssen geändert werden. Ich will dir dies gerade heute sagen, weil sich die Welt in starker Umwandlung befindet. Niemand weiß, in welche Richtung. Darum will mich der Sohn diese Botschaft überbringen lassen.“

An dieser Stelle bricht die Schau des Konzils ab und die Seherin wird vor das Kreuz geführt und in ein schmerzhaftes Mitleiden hineingenommen. „Jetzt stehe ich plötzlich vor einem großen Kreuz. Ich blicke es an und bekomme dann schreckliche Schmerzen. Ich bekomme Muskelkrämpfe vom Kopf bis zu den Füßen. Es ist, als würden sich alle Muskeln in beiden Armen zusammenziehen ... als würde mein Kopf auseinander gerissen werden und es befällt mich ein Fiebergefühl ... Ich kann das nicht länger aushalten und frage die Frau, ob das von mir genommen werden könne ... Während ich noch mit der Frau vor dem Kreuz stehe, sagt sie: ,Sprich mir nach. Bete doch vor dem Kreuz:

In großen Lettern sieht Ida nun das Wort „LIEBE“ geschrieben, und mit ermutigenden Worten wendet sich Maria an die Schwachen und Kleinen dieser Welt:
„Wenn ihr die Liebe bis zum Äußersten untereinander übt, haben auch die Großen keine Chance. ... Der Streit geht nicht mehr um Rassen und Völker, der Streit geht um den Geist. Begreife das gut!“
„Jetzt sagt die Frau, als würde sie zum Papst sprechen:
,Du kannst diese Welt retten. Ich habe öfter gesagt: Rom hat seine Chance. Ergreife diese Gelegenheit! Keine Kirche in der Welt ist so aufgebaut wie die deine.‘“ (11.2.1951)

Niemand auf der Welt - am wenigsten wohl die Seherin selbst - konnte damals auch nur erahnen, dass mit diesem eindrucksvollen Bild das Zweite Vatikanische Konzil gemeint war.

Ida beschreibt selbst, was mehr als ein Jahrzehnt später eingetroffen ist:
„In den Botschaften steht: ,Ich sehe den Vatikan und mitten darin steht der Papst.‘ Das habe ich eigentlich ungenügend beschrieben. Ich sah also den Vatikan und betrat dann mit der Frau St. Peter. Wir gingen durchs Mittelschiff und blieben ungefähr in der Mitte des Petersdomes stehen. Zu beiden Seiten sah ich Gestelle, Bänke, die stufenweise in die Höhe führten, wie in einem Stadion. Auf den Bänken sah ich überall Bischöfe mit weißen Mitren sitzen.
Ich kann mich an dieses Bild noch sehr deutlich erinnern; ich fand den Anblick so komisch, all die weißen Mitren, dass ich still vor mich hinzulachen begann. Ich fand diesen Anblick nett, irgendwie festlich. Die Frau sah das und sagte darum zu mir:
,Schau genau!‘, als wollte sie sagen: ,Achte auf das, was ich dich sehen lasse ‘ ... ,Schau genau, das sind die Bischöfe aller Länder.‘

Nun, das musste ja so sein, denn es saß dort eine große Anzahl von Bischöfen. Weiters sah ich den Papst dort sitzen, die Tiara auf dem Haupt. Ich wusste, dass es eine Tiara war, weil mich die Frau diese schon früher in ihren Botschaften schauen ließ. In der einen Hand hielt er ein Zepter und er erhob zwei Finger der anderen Hand. Der Papst saß am Kopfende des Mittelschiffs, wo die Frau und ich standen. Um ihn herum standen noch ein paar Geistliche. Aber die Bischöfe und Kardinäle saßen alle an den Seiten. Ich sah sogar einige Geistliche vor den Bänken auf dem Boden sitzen. Dann sah ich, dass der Papst ein großes, dickes Buch vor sich stehen hatte. Welches Buch das war, wusste ich natürlich nicht.

Später habe ich das ganze Bild im Fernsehen gesehen. Ich fand es herrlich. Ganz begeistert rief ich: ,Da habt ihr das Bild, das ich gesehen habe. Das also hat es bedeutet!‘ Schade, dass ich das nicht bei den Botschaften beschrieben habe. Doch hatte ich es damals sogleich Pater Frehe, meinen Schwestern und meinem Bruder erzählt. Sie wissen also alle, dass ich es so geschaut hatte.“

 

„Nun denn, Völker, dieses Werkzeug hört die Stimme der Frau, damit sie euch ihr Wort bringen kann.“
Botschaft vom 31. Mai 1955

Eines scheint sicher zu sein: Alle Echtheitsbeweise - und es sind deren viele - haben letztlich nur eines zum Ziel: Sie sollen den göttlichen Ursprung des wichtigsten Teiles der Botschaft bestätigen. Der kostbarste Inhalt der Botschaften - einem Höhepunkt gleich - ist die Bitte Mariens um das letzte und größte marianische Dogma. Denn auf friedvolle Weise - durch die feierliche Verkündigung der ganzen Wahrheit über Mariens universale, mütterliche Berufung - will Jesus der Schlange den Kopf zermalmen. Doch Er will es durch Maria und ihre Kinder tun.
Die Krönung der Gottesmutter durch das Dogma bringt Maria als Mutter der Kirche in die Mitte des Apostelkollegiums, wie damals in Jerusalem.
„Und die Frau blieb bei ihren Aposteln, bis der Geist kam. So darf die Frau auch zu ihren Aposteln und Völkern der ganzen Welt kommen, um ihnen den Heiligen Geist wieder und aufs Neue zu bringen. Vor großen Entscheidungen muss doch immer der wahre Heilige Geist angerufen werden.“ (31.5.1954)

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