P. Josef Gnayalloor, der in Rom und Deutschland
studiert hat, ist Priester der syro-malankarischen Kirche, die sich 1930
mit Rom vereinigte.
Ihr Oberhaupt ist Erzbischof Msgr. Mar Baselios, der letztes Jahr in unserer
Mitte war.
Vor drei Jahren zelebrierte P. Josef in der Amsterdamer Gnadenkapelle die
Heilige Messe und verstand dort die universale Bedeutung der Frau aller
Völker im Hinblick auf das große marianische Dogma der Miterlöserin.
„Messolans“ ist die Abkürzung für „Messengers
of the Lady of All Nations“, d.h. „die Botschafter der Frau
aller Völker“. Dieses Komitee wurde am 1. Januar 1997 in Trivandrum
in Indien gegründet ...
Wie es die Frau aller Völker in Amsterdam vorausgesagt hatte, verbreitete
sich ihr Gebet hier in kürzester Zeit wie ein Feuer in den beiden
Bundesstaaten Kerala und Tamil Nadu, und zwar unter allen, unabhängig
von ihrer Kaste, ihrem Glaubensbekenntnis und ihrer Religion.
Das Komitee der Botschafter der Frau aller Völker, das aus Priestern,
Schwestern und Gläubigen besteht, beschloss beim ersten Treffen,
dass das Rosenkranzgebet jener Rahmen ist, in dem das Gebet und das Bild
der Frau aller Völker Verbreitung finden soll. Und so bemühen
wir uns, dass sich die Gläubigen als Gebetsgruppen, als sogenannte
Zönakel, um das Gnadenbild versammeln. Einer der Botschafter der
Gottesmutter leitet dann den Rosenkranz, und nach jedem Geheimnis wird
das Gebet von Amsterdam gebetet.
Bis jetzt wurden bereits mehr als 200 Zönakel in Kirchen, Familien,
Krankenhäusern, Kollegien, Wohnheimen und schulischen Einrichtungen
gegründet. Fast 125 Zönakel wurden von einem Hindu begonnen,
der sich bekehrt hatte und dann Gebetsgruppen unter orthodoxen Christen
und Nichtkatholiken gründete, die ebenfalls das Amsterdamer Gebet
beten.
... Und ihr werdet die Wunder sehen
Unter den vielen Heilungen und Wundern, die sich gerade in diesen nichtkatholischen
Gebetsgruppen auf die Fürsprache der Frau aller Völker ereigneten,
seien hier nur einige besonders schöne erwähnt:
- In Eramathur nahe bei Mavelikara, konnte die Mutter eines protestantischen
Bibelpredigers, die acht Jahre lang gelähmt im Bett lag, wieder ohne
Hilfe gehen.
- In Chennithala schloß sich bei einem Achtjährigen ein Loch
in einer der Herzklappen.
- In Kalamassery wurde ein 19jähriger Gehörloser von seiner
Taubheit geheilt.
- In Niranam verlor eine junge Frau namens Reny ihre Kinder jeweils im
6. Schwangerschaftsmonat. Nachdem sie das Gebet von Amsterdam täglich
zu beten begann, kam sie wieder in Erwartung und ist nun mit dem Kind
außer Gefahr. Aufgrund dieses wunderbaren Ereignisses nahmen 19
Anhänger der Pfingstkirche den katholischen Glauben an.
Für mich persönlich ist die Frau aller Völker, so wie sie
sich der verstorbenen Seherin Ida Peerdeman offenbarte, eine sehr tiefe
Quelle für mein geistiges Leben, ein Segen. Die Mutter aller Völker
hat mich befähigt, mit mehr Eifer zu arbeiten und mit mehr Andacht
zu beten.
Seit ich mit der Frau aller Völker in Kontakt kam, begann ich einerseits
inniger den Rosenkranz zu beten und andererseits meine Mission und mein
Apostolat unter den Armen und Unterdrückten zu intensivieren. In
der Nähe der Stadt Trivandrum baue ich zur Zeit eine Kirche, die
der Frau aller Völker geweiht sein wird.
Auszüge aus dem Vortrag von P.
Josef Gnayalloor, Indien
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