Eine besondere Freude war es, mit Msgr. Carlos
M.Camus aus Linares, Chile und Msgr. Raul H. Scarrone aus Florida, Uruguay
auch zwei Bischöfe aus Südamerika in unserer Mitte zu haben.
Msgr. Raul H. Scarrone ist Präsident der Bischofskonferenz in Uruguay.
Eines seiner Hauptanliegen ist die Jugend. Mit viel persönlichem Einsatz
kümmert er sich um Drogenabhängige und Alkoholiker. Auch hat er
sich entschlossen, in seiner Diözese das Gnadenbild der Frau aller
Völker pilgern zu lassen und seinen Mitbrüdern in der Bischofskonferenz
von der Mutter aller Völker zu berichten.
Ich fühle mich sehr geehrt und danke allen, die mich eingeladen haben,
an diesem schönen Tag zu Ehren der Frau aller Völker teilzunehmen.
Da bin ich nun, ein Bischof aus einem Land Lateinamerikas, aus Uruguay,
dem kleinsten unter ihnen.
Unser Kontinent ist von einer großen Marienverehrung in all seinen
Völkern und Nationen geprägt. Maria wird in der Welt ... auf
ganz verschiedene Art und Weise verehrt. Aber wie schön ist es doch,
sie unter dem Namen und dem Bild der Frau aller Völker zu ehren,
um dadurch vor allem auszudrücken, dass sie die gemeinsame Mutter
aller ist: der Männer und Frauen, der Jugendlichen und der Kleinkinder,
eines jeden, der auf diesem Planeten wohnt ... Doch die Welt von heute,
der heutige Mensch, ist ‘alt’ geworden: durch den Materialismus,
durch die Vergnügungen, durch die Droge, durch falsche Idole, durch
den Hass unter den Völkern, durch all das, was das Leben zerstört
und weder Friede noch Glück vermittelt. Umsonst versuchen die Menschen
von heute, den Frieden fern von Gott zu suchen.
Maria hat ein Herz, das so groß ist wie die ganze Welt. Deshalb
verehren wir sie als die Frau und Mutter aller Völker. Wir bitten
sie vor ihrem Sohn Jesus, damit wir alle, Männer und Frauen, am Ende
dieses Jahrtausends den wahren und tiefsten Sinn unseres Seins verstehen
... damit das Evangelium in uns eindringe, unser alltägliches Leben
verändere und Früchte der Heiligkeit hervorbringe ... Schließlich
bitten wir die Frau aller Völker darum, in diesen so schwierigen
Zeiten einen so großen Glauben wie sie zu haben, einen Glauben,
der nicht Theorie bleibt, sondern einen entschlossenen und demütigen
Glauben, der sichtbar wird: Hingabe, Verfügbarkeit, Antwort auf den
Willen Gottes, vor allem aber Treue ... Möge sie, die Frau aller
Völker, zum Morgenstern dieser finsteren Welt werden.
Auszüge aus dem Vortrag von Msgr. Scarrone,
Pfingstsonntag 1999
|